Unsere Geschichte

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) wurde 1991 gegründet, um den Aufbau der Marktwirtschaft in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen. Seitdem spielt sie eine wichtige Rolle und hat reiche Erfahrungen bei der Förderung des Wandels in der Region – und darüber hinaus – gesammelt.
 
Die EBRD widmet sich der Aufgabe, „den Übergang zur offenen Marktwirtschaft zu begünstigen sowie die private und unternehmerische Initiative zu fördern“. Das ist ihr Leitprinzip seit der Gründung Anfang der 1990er Jahre, und es wird auch in den kommenden Jahren – bei allen Herausforderungen und Neuzugängen – unsere Mission bleiben.
 
Die Idee der EBWE wurde rasch in die Tat umgesetzt, um der Herausforderung des Zusammenbruchs des Kommunismus im Osten des europäischen Kontinents handlungsfähig zu begegnen. Von Oktober 1989, als der damalige französische Präsident François Mitterrand erstmals die Idee einer europäischen Bank öffentlich vorbrachte, bis zur Eröffnung der EBWE an ihrem Londoner Hauptsitz im April 1991 vergingen gerade 18 Monate.
 
Von Anfang an zeichnete sich die Bank durch die Fähigkeit aus, schnell und entschieden auf große Ereignisse und Herausforderungen reagieren zu können. Dies bewies sie etwa nach dem Ende der Sowjetunion, im Umgang mit Finanzkrisen oder im Zuge des „arabischen Frühlings“.
 
In den frühen 1990er Jahren wurde die Konzentration der Bank auf den Privatsektor als wichtigster Motor des Wandels in Mittel- und Osteuropa bestätigt. Es war die Zeit, in der sich der Ruf der EBWE als Experte für den Übergang zum freien Markt etablierte.
 
Die Bank war unter anderem stark involviert in die Reform von Banken und Finanzsysteme, die Preisliberalisierung, die Privatisierung (rechtlicher und politischer Dialog) und die Schaffung angemessener Rechtsrahmen für Eigentumsrechte – alles unverzichtbare Säulen einer funktionierenden Marktwirtschaft.
 
Die Reformen wurden durch solide Beratung, Training und technisches Expertenwissen untermauert und von bedeutenden Investitionen in den öffentlichen und privaten Sektor begleitet. Wo inländisches Kapital nicht ausreichte, um die Transformation zu finanzieren, half die Bank, externes Kapital aus privaten und öffentlichen Quellen zu mobilisieren.
 
Die Erfahrungen leisteten der Bank gute Dienste, als sie ihre ursprüngliche Einsatzregion auf neue Länder wie die Mongolei (2006), die Türkei (2009) und Jordanien, Marokko, Tunesien, Ägypten und Kosovo (2012), Zypern (2014) und Griechenland (2015) ausweitete.
 
Gegenwärtig ist die EBWE in mehr als 30 Ländern aktiv – von Mitteleuropa bis Zentralasien und im südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Die Tschechische Republik ist der einzige ehemalige Empfängerstaat, der 2007 von der EBWE „graduierte“ und seither von der Bank keine Investitionen mehr erhält.
 
Die Kenntnisse der EBWE über die Funktionsweise einer Marktwirtschaft und ihre Zusammenarbeit mit anderen internationalen Finanzinstitutionen erlaubten es ihr, bei der Stabilisierung der Region und der Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung nach dem Schock der globalen Finanzkrise 2008 eine zentrale Rolle zu spielen.
 
Als einzige unter den Entwicklungsbanken verfügt die EBWE über ein politisches Mandat, wonach sie nur in Ländern arbeitet, „die sich zu den Grundsätzen der Mehrparteiendemokratie, des Pluralismus und der Marktwirtschaft bekennen und diese anwenden“. Der Umweltschutz und das Bekenntnis zur nachhaltigen Energie sind ebenfalls Kernstücke der Arbeit der Bank.
 
Die EBWE dient den Interessen der über 30 Staaten, in denen sie investiert, und ebenso ihren Anteileignern, das sind 65 Staaten sowie die Europäische Union und die Europäische Investitionsbank. Wir alle können von der engeren und tieferen Einbindung der EBWE-Region in die globale Wirtschaft profitieren.

Präsidenten der Bank

Juli 2012 - heute: Sir Suma Chakrabarti
Juli 2008 - Juli 2012: Thomas Mirow
Juli 2000 - Juli 2008: Jean Lemierre
Sept. 1998 - April 2000: Horst Köhler
Sept. 1993 - Jan. 1998: Jacques de Larosière
Apr. 1991 - Juni 1993: Jacques Attali